Altfrankener Gartenzeitung 1

Altfrankener Gartenzeitung

Ausgabe 1 vom 16.04.2018

April – April – der weiß, was er will !

Pflanzung

Der Monat April ist genau die richtige Zeit zum Pflanzen von Bäumen und Sträuchern. Das gilt gleichermaßen für Obstgehölze und Zierpflanzen. Auch Kartoffeln, Zwiebeln und andere Wurzelgemüse können jetzt in die Erde gebracht werden. Tomaten und Gurken sollten noch bis Mitte Mai abwarten, da eventuelle Nachtfrösten den jungen Pflanzen nachhaltig schaden können.

Gehölzschnitt

Der Rebschnitt sollte schon beendet sein, da der Wein jetzt verbluten könnte. Kernobst sollte jetzt nicht geschnitten werden, da die Fruchtbildung gerade einsetzt oder bald einsetzen wird. Es ist höchste Zeit für den Frühjahrsschnitt an Steinobst und Beerenobst.

Grundregeln für den Schnitt von Obstgehölzen
  1. Schnittmaßnahmen im Spätherbst, Spätwinter und zeitigen Frühjahr fördern das Wachstum deutlich.
  2. Schnittmaßnahmen im Sommer hemmen das Wachstum.
  3. Mit Schnittmaßnahmen im späten Frühjahr und Sommer kann man Qualität und Quantität der Erträge nachhaltig beeinflussen.
  4. Das Veredeln im Freiland ist vom Frühjahr bis Spätsommer möglich.
  5. Ohne Schnitt entsteht Wildwuchs.
  6. Schwacher Rückschnitt erzeugt nur schwachen Wuchs.
  7. Starker Rückschnitt erzeugt starken zielgerichteten Wuchs.
  8. Zapfschnitt und Stuhlschnitt erzeugen neue Äste.

Kompost

Das Umsetzen der Komposthaufen sollte eigentlich im März erledigt sein. Wenn das noch nicht geschehen ist, wird es nun höchste Zeit, denn das Innenleben wird mit zunehmender Temperatur wieder aktiver. Mit dem Umsetzen wird dieser Prozess noch beschleunigt, dass man keinerlei Zusätze benötigt. So entsteht der beste Naturdünger für jeden Kleingarten. Übrigens können neben den bekannten organischen Abfällen auch weitere Stoffe zugesetzt werden. Dazu empfehlen sich zum Beispiel auch Eierschalen, Kaffeesatz, Wellpappe, Zeitungen und Fäkalien. Jedoch sollten Fleischreste, Tiere, Essensabfälle und Brot nicht auf den Haufen kommen, denn damit werden allerlei lästige Tiere angelockt, die den Garten nur verwüsten.

Alternativ zum Umsetzen kann der Kompost auch für zwei bis drei Jahre einfach stehen bleiben. Um jedes Jahr über frischen Kompost zu verfügen, sind dann mehrere Komposthaufen erforderlich. Das erfordert zwar etwas mehr Platz, erspart aber die Arbeit des Umsetzens. Wichtig ist es hierbei, die verschiedenen Abfalle gut gemischt zu schichten.